Dienstag, 19. September 2017

Chunky Knit - Decke oder Teppich aus Fleecedecken stricken, stricken ohne wenden!!

Chunky knitting - stricken mit megadicken Garnen
ist ja noch immer schwer angesagt,
Meine erste Decke dieser Art habe ich letztes Jahr aus feinem Merino-Kammzug gestrickt.


Wer es nachlesen möchte schaut mal hier.

Leider ist dieser Kammzug nicht ganz preiswert und in der Praxis stellt sich dann heraus, für den täglichen Gebrauch eignet sie sich nicht wirklich. Sie fusselt und bekommt immer mal wieder Filzknötchen und mal eben waschen geht leider auch nicht.

Da ist dieses Modell doch mindestens genau so schön,  weitaus alltagstauglicher, wesentlich preiswerter und lässt sich auch gut waschen.



Es ist allerdings ein wenig - hust - Vorarbeit nötig.

Ihr braucht für diese Decke:

5-6 Fleecedecken (z. B. vom Möbelschweden) - vorgewaschen
Stricknadeln der Stärke 30 z.B von hier
eine Schere

Bevor die Nadeln klappern können, wird die Decke in ca. 1,5-2cm breite Streifen geschnitten.
Schneidet am Besten im Kreis, damit ihr einen zusammen hängenden "Faden" habt.
Der gezackte Rand wird vorher so knapp wie möglich abgeschnitten. 


Nach dem Schneiden einer Decke wisst ihr garantiert was ihr getan habt - uff!



Ist das geschafft, häkelt ihr über zwei Finger so viele Luftmaschen 
bis die gewünschte Breite erreicht ist.


Aus dieser Luftmaschenkette strickt ihr jetzt eure Maschen.
Ihr könnt Muster stricken oder, wie ich, glatt rechts - also eine Reihe rechts, eine Reihe links.
Da das gute Stück mit zunehmender Größe recht schwer wird empfiehlt sich
"Stricken ohne Wenden". 
Eine gut verständliche Anleitung gibt es hier 
Das ist gar nicht schwer und mit ein bisschen Übung macht es richtig Spaß.
Die abstehenden Zipfel könnt ihr nachträglich mit der Schere noch ein bisschen begradigen oder einfach so lassen. Ganz wie es euch gefällt.


Bei 50 Maschen in der Breite ergibt der Faden aus einer Fleecedecke eine Höhe von ca. 20cm, vorausgesetzt ihr strickt keine garnfressenden Muster. Wobei ich nicht weiß, ob sich Muster auch ohne Wenden stricken lassen.



Das Strickwerk eignet sich auch super als Teppich.



Sollte irgend etwas unklar sein, dürft ihr hier gerne um Hilfe rufen.

Viel Erfolg und viel Spaß beim Nacharbeiten.


winke, winke
liebe Grüße













Dienstag, 12. September 2017

Endlich geht mir ein Licht auf, oder ist das schon ein Ikea Hack ? - Papierlampe aus einem Paperbag und Ikea "Ledberg" Spot




Lange habe ich mit der Materialfrage rumgeschlagen und schlussendlich ist mir dann doch das ersehnte Licht aufgegangen.....

aber fangen wir mal von Vorne an.

Im Vorbeifahren hatte ich irgendwo eine Lampe gesehen. Auf die Schnelle sah sie aus, wie eine überdimensionale Butterbrottüte. Hoch, weiß, knautschig, leuchtend.

Zu Hause musste ich mir zuerst mal schnell eine schnelle Skizze machen.



Es folgte die große Materialfrage.
War das nun Papier? und Welches? Es musste stabil sein, Stand haben, sich gut knautschen lassen, aber auch genug Licht durchlassen. Hmmmmmm???????
Snappap, Tonpapier, Fotokarton?  - Neeeee, zu blickdicht. Das was alles nicht das Richtige....
Ein Besuch im Bastelladen und die Forschung im www brachten auch keine zufrieden stellenden Ergebnisse. Ein Vermögen sollte das Ganze ja nun auch nicht kosten.

Welches Licht/Lampe benutzt man dafür?  LED-Stripes - ginge.
Lichterkette? Vermutlich suboptimal, das Licht sollte von einem Punkt am Boden nach oben strahlen. Bei einer Lichterkette wären es viele kleine Lämpchen und sie würden sich auch nicht vernünftig bündeln lassen...

Es half ein Besuch beim Möbelschweden. Die zündende Idee lieferte dieser "Ledberg"-Spot....

Bild: IKEA.com
Die Papierfrage löste sich per Zufall......
Ich hatte noch einige Blanko-Paperbags im Regal. Beim Aufräumen fielen sie mir in die Hände....
YES!!!! Das sollte funktionieren. Stabil, gut knautschbar und ohne das braune Innenpapier auch ausreichend lichtdurchlässig.

Das braune Innenleben habe ich vorsichtig herausgelöst und mir ein passendes Stück des weißen Sacks zugeschnitten. Ein Vorher-Foto habe ich leider vergessen.

Ob sich das auch nähen lässt?
Auch das funktionierte prima. Nach einer Anleitung z.B. von Cora, Raumideen  oder von Kreativfieber für einen Bodenbeutel/Utensilo wie diesem (klick) hier entstand eine schmale hohe Tüte.

(An dieser Stelle sei erwähnt, dass sich vermutlich auch der ganze Sack ohne Innenleben als große Bodenlampe gut macht. Dann braucht ihr nur den Boden passend schneiden.)

Das Papier ließ sich auch prima wenden und knautschig wurde es dabei von allein.

Ich bin immer völlig begeistert, wenn die Dinge so funktionieren, wie ich mir das vorgestellt habe. Nicht, dass ihr glaubt, bei mir ginge nix in die Hose. Doch! ...und reichlich!!! und wenn die erste Euphorie mal dahin ist, verliere ich auch schnell die Lust und alles fliegt in die Ecke oder die nächste Mülltonne - lach.

Mein Lampenprojekt war mir allerdings wohlgesonnen - grinsbreit

Jetzt musste noch ein Boden her, auf dem ich meinen Spot fixieren konnte.
Pappe? vermutlich zu leicht - Der Versuch brachte Gewissheit - Neeeee, das ist Nix.
Beton? Gute Idee, aber..... da müsste ich erst eine passende Schalung bauen, den Beton gießen, die Lampe einlegen..... und was wenn die Lampe mal kaputt ist.....viel zu aufwendig!
Das musste auch einfacher gehen.....

Die Lösung? Holz!!
Ich habe den Beutelboden gemessen und mir aus OSB-Platte (geht natürlich auch mit anderem Holz) ein passendes Brett geschnitten und mit weißer Kreidefarbe angemalt.

Praktisch auch, dass die Platte eine Nut hatte in der ich das Kabel fixieren konnte



Der kleine Spot hat zur Befestigung zwei Löcher im Boden und ließ sich mühelos fest nageln.





Passt!!!



Jetzt musste nur noch das Kabel aus der Lampe hinaus führen. Dazu brauchte es ein Loch in der Tüte.
Ahhhhhh - das hätte mir nun wirklich früher einfallen können. Nachträglich war das Stanzen des Loches und das Einschlagen der 8mm Öse eine ziemliche Friemelei - also, wenn ihr die Lampe nachbauen wollt, vorher (am Besten noch vor dem Nähen) dran denken.
Der Spot hat übrigens eine Steckverbindung. Das heisst, Schalter und Stecker müssen nicht durch das Loch. So reicht die 8mm Öse um die kleine Steckverbindung von aussen in die Tüte zu führen und mit dem Spot zu verbinden.




Das gilt übrigens auch für Verzierungen jeglicher Art - bemalen, bestempeln, Lochmuster etc.  - VORHER MACHEN!!!! spart Zeit und Nerven - lach



Zum Schluß habe ich den Umschlag oben noch mit einer Stanzöse versehen und ein bissl Tamtam dran gemacht.




Feddichhhhh !!!

Ich hoffe, ich habe es einigermaßen verständlich erklärt und wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen.


winke, winke
liebe Grüße

Nicole